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Rezension „Während du stirbst“ von Tammy Cohen

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Titel: Während du stirbst

Autor: Tammy Cohen

Verlag: Blanvalet

Genre: Psychothriller

Erscheinungsjahr: Original 2014, in Deutschland 2015

Inhalt:
Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das nächste –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …

Das Buch sprang mir im letzten Oktober praktisch in die Augen. Ich war auf der Suche nach einem echt guten Psychothriller, der mich mal wieder so richtig vom Hocker riss. Dabei hat mich vor allem die Darstellung der Handlungen aus der Sicht des Opfers – hier Jessica Gold – interessiert. Mit dem Lesen hab ich dann allerdings doch noch ein paar Monate gewartet.

Das Buch ist in sich aufgeteilt in zwei Teile.

Teil 1 beschäftigt sich mit Jessicas Entführung durch Dominic Lacey, einem charismatischen Bösewicht, der mir so manches Mal einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Es wird ihre gemeinsame Zeit beschrieben, und wie Jessica jeden Tag ein Geschenk von ihm erhält, welches mehr über seine geschundene Persönlichkeit verrät.

Zwischendurch bekommt der Leser durch Szenenwechsel auch Einblicke in das Leben der Ermittlerin Kim, die gerade familiäre Schwierigkeiten hat, die ihre Zukunft durchaus beeinflussen könnten.

Teil 2 würde an dieser Stelle zu sehr spoilern, aber so viel möchte ich euch versichern: Während sich Teil 1 hier und da etwas gezogen hat, konnte Teil 2 mit viel Spannung aufwarten und ich durchlebte einige what-the-fuck?-Momente. Die Autorin Tammy Cohen versteht auf jeden Fall, wie sie ihre Leser hinters Licht führen kann, und am Ende ist man sich kurzzeitig nicht einmal mehr sicher, wer Freund und wer Feind ist.

Das finale Ende war etwas lahm, aber durchaus authentisch und plausibel. Man möchte zwar nicht wahrhaben, dass in einem Rechtsstaat etwas dergleichen passieren kann, aber es erscheint mir dennoch möglich.

Trotz der Längen in der ersten Hälfte des Buches, fällt mein Fazit recht positiv aus. Die zweite Hälfte hatte es wirklich in sich und ich freue mich schon auf das nächste Buch von Tammy Cohen, welches im April erscheint.

Ihr Schreibstil ist leicht verständlich, nachvollziehbar und sie weiß, wie sie einen Spannungsbogen aufbaut.

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