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Konzertreview „Walking on Cars“

Act: Walking on CarsWoC 1
Datum: 05. März 2017
Stadt: Hannover
Location: Capitol
Vorband: Tom Walker

Trotz der vorherrschenden Meinung meiner Freunde: ja, ich habe mich auf das Konzert gefreut. Aber ein kleiner Tipp von mir: Feiert den Abend vorher nicht euren Geburtstag. Ihr könntet sonst sehr, sehr müde sein …

Aber das hat dem Konzert Gott sei Dank nicht geschadet!

Der Abend beginnt mit dem Sänger Tom Walker als Vorband. Da steht er nun, dieser etwas übergewichtige Kerl, von dem man noch nie etwas gehört hat, und ist erst einmal etwas zurückhaltend.

Und dann fängt er an. Seine tiefe Stimme dröhnt durch den Konzertraum und holt einen irgendwo am Boden ab. Man fühlt sich direkt mittendrin, will sich zum Takt bewegen, mitsingen, obwohl das nicht geht, weil man die Texte gar nicht kennt.

Musikalisch passt er auch sehr gut zu Walking on Cars.

Tom Walker hat für einen gelungenen Anfang gesorgt, uns müden Geister geweckt und auch wieder ganz sanft auf den Boden zurückgelassen – versprochen 😉

Es folgte eine für meinen Geschmack etwas zu lange Pause. Eine knappe halbe Stunde mussten wir anschließend ausharren, während die Bühne umgeräumt wurde und hinter der Bühne irgendwelche Dinge abliefen, die für den normalen Zuschauer unsichtbar blieben. Das hat mich schon etwas gestört. Man war gerade warm geworden, wollte weiter singen und tanzen – und musste ausharren. Das war taktisch unklug. Je mehr Zeit verstrich, desto mehr wünschte ich mir, dass endlich anfangen sollte – weniger aus Vorfreude, sondern mehr aus Gereiztheit.

Und dann – ENDLICH.

Die Aufregung macht sich in der ersten Reihe breit, wird von Mensch zu Mensch weitergetragen. Tuscheln, hier und da leises Kreischen.

Man weiß: Gleich wird es beginnen.

Bis das erregte Flüstern endlich erstirbt.

Die Bühne ist dunkel, man sieht schemenhafte Schatten.

Die Musik setzt ein.

Und dann ist plötzlich alles rot und Patrick Sheehy beglückt uns mit seiner rauen, leicht kratzigen Stimme.

Die Lichtshow war atemberaubend. Von rot zu blau zu lila zu grün … Für Farbliebhaber war vermutlich alles dabei. Der Sound war gut; die Instrumente waren perfekt auf die Stimme abgestimmt.

Wenig Bewegung auf der Bühne, aber ganz ehrlich, wir sind ja auch wegen der Musik da und nicht wegen dem Tanz.

Soweit ich es beurteilen kann, kam jedes Lied aus ihrem Debütalbum „Everything This Way“ dran. Leadsinger Patrick Sheehy überraschte uns sogar mit einem Solo, mit ihm höchstselbst am Keyboard.

Walking on Cars spielte etwas mehr als eine Stunde. Für meinen Geschmack etwas zu kurz. Ich mag es auch, wenn die Band zwischen den Songs ein wenig plaudert. Das war bei dem Konzert zwar gegeben, aber nicht so viel.

Beim nächsten Mal gibt es hoffentlich mehr Songs, die präsentiert werden können 😉

Für Fans auf jeden Fall ein Muss. Mich hat es ein wenig gewundert, zwischen all den offensichtlichen Alternative Rock Liebhabern auch welche zu finden, die so gar nicht ins Schema passen, aber das spricht wohl für die Band. Und das ist doch auch genau das, was wir alle an Musik so lieben, oder nicht?

Sie verbindet.

So steht der breitschultrige Rocker auch mal neben dem schmalen Hipster-Mädchen.

Ist doch auch mal ganz nett.

– Tatti

P.S. Auf meiner Instagramseite findet ihr Fotos und Videos vom Konzert https://www.instagram.com/hummeltatti/?hl=de

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