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[Blogtour] Angels of Dawn – Interview mit Jeanine Krock

Hallo liebe Bücherhummeln,

Herzlich Willkommen zumletzten Tag der „Angels of Dawn – Feuerschwingen Blogtour“ von Jeanine Krock. Heute darf ich euch im Rahmen dieser Blogtour die Autorin etwas näher vorstellen. Ehrlich gesagt habe ich mich riesig darüber gefreut, da sie einer meiner Lieblingsautorinnen ist. Nun möchte ich euch aber dieses tolle Interview nicht länger vorenthalten.

Den gesamten Tourplan findet ihr hier!


Hallo Jeanine, vielen Lesern bist du sicher schon durch deine Titel wie „Der Venuspakt“ sowie „Wind der Zeiten“ und “ Gib mir deine Seele“ ein Begriff. Stell dich trotzdem bitte einmal in fünf Fakten vor, die noch keiner über dich wusste!

Was noch niemand über mich weiß? Ich fürchte, ich bin gläsern 😉 Aber hier sind fünf Fakten, die nicht so bekannt sind:
1. ich hatte sieben Wochen lang so grüne Haare wie der kleine Wassermann von Otfried Preußler
2. ich war im internationalen Männerhandel tätig
3. Magie gibt es wirklich
4. Vampire auch
5. Während ich über den gefallenen Engel Lucian schrieb, habe ich mich aus Versehen in ihn verliebt

In deinem Roman „Angel of Dawn – Feuerschwingen“ geht es unter anderem, wie der Titel schon verrät, um den gefallenen Engel Lucian. Wie kamst du auf die Idee zu seiner Geschichte?

Ursprünglich sollte er nur ein finsterer Gegenspieler und Konkurrent von Arian, dem Helden aus »Flügelschlag« sein und auf einmal lief alles ein wenig aus dem Ruder … (siehe Frage 1)

Das kann ich sehr gut nachvollziehen, Lucian ist einfach unwiderstehlich. Mit welchem Charakter aus deinen Büchern kannst du dich am besten identifizieren und wieso?

Eine interessante Frage. Die Antwort lautet: mit keinem. Ein besonderer Reiz beim Geschichtenerfinden ist es, die Befindlichkeiten, Gefühle und Motivation anderer auszuloten. Natürlich greife ich – ähnlich einer Schauspielerin – auf persönliche Erfahrungen zurück, wenn es darum geht, Gefühle zu schildern. Die Auslöser dieser Gefühle sind aber keine aus meinem persönlichen Leben. Spannend wird es für mich erst, wenn ich selbst in einer vergleichbaren Situation anders reagieren würde, als meine Protagonisten. Natürlich kommt es auch mal zu Übereinstimmungen, aber identifizieren kann und möchte ich mich mit keiner meiner Figuren.

Welche Figuren aus dem Fantasy/Mythen-Bereich faszinieren dich so sehr, dass du dir vorstellen könntest, auch über sie zu schreiben? 

Ich würde gern mehr über Feen/Elfen schreiben. Nicht die niedlichen, mit Blumenhut, sondern die gefährlichen, mit denen sich gut stellen muss, wer in ihrer Nähe lebt. Ansatzweise habe ich das sowohl in meiner Engel-Reihe mit dem Elf Cathure als auch in der »Licht & Schatten«-Reihe getan, in der das Feenvolk eng mit dem der Vampire verbunden ist, aber irgendwann werde ich ihnen einen ganzen Roman widmen.

Das klingt echt toll, ich bin sehr gespannt was du daraus machen wirst. Ich bin ein großer Fan von dir und mich würde einmal interessieren wie du eigentlich auf die Idee zu deinem Debüt „Wege in die Dunkelheit“ gekommen bist? Denn dieser Vampir-Roman spielt ja in der doch recht jungen Gothic-Szene.

»Wege in die Dunkelheit« ist nach einem Reitunfall entstanden, bei dem ich mir schwere Verletzungen zugezogen hatte, mit deren Folgen ich bis heute leben muss. Ein Gutes hat die Sache allerdings gehabt: ich bin – wenn auch nach einigen Umwegen – Schriftstellerin geworden.

Damals konnte ich mich lange nicht oder kaum aus der Wohnung bewegen und damit mir nicht die Decke auf den Kopf fallen würde, habe ich nach einer Beschäftigung gesucht, die mich fordert und ablenkt. Meine Wahl fiel auf das Schreiben, weil ich das immer schon sehr gern getan hatte, wenn auch eher im redaktionellen Bereich.

Für magische Wesen habe ich mich schon ewig interessiert, wie bei vielen Kindern gehörten sie ebenso zu meinem Leben, wie Geschwister oder die FreundInnen zum Spielen. Die Gothic-Szene bot sich als Setting an, weil ich viele Jahre zwischen Deutschland und Großbritannien gependelt war und eine Zeit lang in London gelebt und Kostüme gemacht hatte.

Aber wie es so ist, die Erzählung fand keinen Anklang bei den Verlagen, landete in der Schublade und fand ihren Weg nur durch einen Zufall sieben Jahre später wieder zurück ans Tageslicht. 2002 entschied sich Ubooks, es zu verlegen und fragte zwei Jahre später, ob ich nicht Lust hätte, einen Roman zu schreiben. Das war dann »Der Venuspakt« und der Auftakt zu einer gänzlich ungeplanten vierteiligen Feen/Vampir-Reihe »Licht & Schatten«.

Gibt es besondere Rituale oder Gewohnheiten, die du beim Schreiben hegst?

Eigentlich habe ich keine besonderen Rituale. Bequeme Kleidung finde ich praktisch (manchmal bleibt es auch beim Nachthemd, aber »pst!« bitte nicht verraten. Schlimm genug, dass der Paketzusteller mich mit wirrer Frisur und im Morgenmantel kennt. Zu Arbeitsbeginn mache ich mir gern eine Tasse Tee, lese durch, was ich am vorherigen Tag geschrieben habe und lege los. Wenn ich nicht schreibe, recherchiere ich, erledige Korrespondenz und Buchführung oder quäle mich mit Exposés herum, überarbeite Texte aus dem Lektorat, coache KollegInnen und vieles mehr …

Mein tägliches Schreibziel zu erreichen klappt mal mehr, mal weniger gut. Oft funkt auch der Alltag dazwischen. Das kennt wohl jeder, der zu Hause arbeitet. Man wird oft einfach nicht ernst genommen. Niemand käme auf die Idee, am Arbeitsplatz der Nachbarin aufzutauchen, weil er eine kurze Frage hat – es sei denn, sie sitzt im Home Office. Da scheint es vollkommen in Ordnung zu sein. Manchmal nervt so was schon sehr, denn wenn ich durch eine solche (nicht böse gemeinte) Störung aus der Geschichte rausfliege, brauche ich ewig um wieder hineinzukommen. Und der genialste Satz des Lebens ist natürlich auch vergessen 😉

Pausen muss man zwischendurch natürlich auch machen, dann beschäftige ich mich mit meinen Hunden (gut) oder vertrödele Zeit in den sozialen Medien (nicht gut). Gegen das Prokrastinieren habe ich mir allerdings inzwischen eine App angeschafft, die den Zugang zu Facebook & Co. für eine selbst festgelegte Zeit verhindert.

Das kenne ich sehr gut mit dem Alltag und dem vertrödeln seiner Zeit bei diversen sozialen Medien. Veröffentlichst du demnächst wieder ein neues Buch oder eine Reihe? Wenn ja,darfst du schon etwas darüber sagen?

Aktuell gibt es nichts, worüber ich sprechen dürfte. Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich natürlich darüber berichten.

Wenn du einen Protagonisten deiner Wahl zum Essen treffen könntest, wer wäre es und wieso?

Ich bin immer größter Fan der Heldinnen und Helden, über die ich gerade schreibe. Deshalb ist es schwierig, darüber zu sprechen. Aber einen Wunsch habe ich schon lange: Gemeinsam mit Lucian und Mila über dem Exmoor Nationalpark fliegen und anschließend in einem gemütlichem Pub einkehren oder in London auf der Spitze den faszinierenden Wolkenkratzers »The Shard« sitzen, über die Stadt gucken und die Beine baumeln lassen.

Das klingt wirklich toll, da würde ich mich gerne mit anschließen. Was war das schönste Kompliment zu deinen Büchern, das du bisher bekommen hast?

Ganz besonders hat mich berührt, als mir zum ersten Mal eine Leserin schrieb, meine Geschichten hätten Licht in das Dunkel einer besonders schwierigen Phase in ihrem Leben gebracht.

Was möchtest du deinen Lesern gern noch mit auf dem Weg geben?

 Och, ich bin nicht so gut im Überbringen von Botschaften, aber neulich habe ich bei Ricarda Huch diesen schönen Satz gelesen: »Glück ist etwas, was man geben kann, ohne es zu haben.«
In diesem Sinne wünsche ich euch ein glückliches und gesundes 2018 mit fantastischen Geschichten und vielen kleinen Augenblicken der Freude und des Staunens.

Vielen Dank Jeanine für Deine Zeit und natürlich weiterhin viel Erfolg!



PicsArt_01-10-10.43.35Jeanine Krock| 529 Seiten |3,99€ Ebook ⇾ Hier Ansehen! | Fantasy

Darum geht es in dem Buch

Als die Innenarchitektin Mila ins idyllische Ivycombe an der englischen Küste reist, ist sie auf alles vorbereitet – nur nicht auf den ebenso attraktiven wie unverschämten Lucian, den sie dabei erwischt, wie er das Anwesen ihres Auftraggebers auskundschaftet.

Der mächtige Höllenfürst Lucian ist nicht nur ein geschickter Verführer – er ist auch ein gefallener Engel, der auf die Erde gekommen ist, um den Spuren ungewöhnlicher Dämonenaktivitäten zu folgen. Und er braucht Mila, denn sie verbirgt ein gefährliches Geheimnis …

Meine Meinung dazu findet ihr HIER.


Das Gewinnspiel

  • Preis 1: 1x »Feuerschwingen – Angels of Dawn« in Print
    Preis 2: 1x »Flügelschlag« in Print

 

Um in den Lostopf zu hüpfen, könnt ihr Lose sammeln. Auf jedem Blog gilt es eine Frage zu beantworten. Pro Antwort erhaltet ihr ein Los.

Und hier kommt die Frage: Welche Wesen findet ihr in Büchern besonders interessant?

Teilnahmebedingungen


 

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7 Kommentare zu „[Blogtour] Angels of Dawn – Interview mit Jeanine Krock

  1. Vampire,Elfen und Feen,Einhörner und andere faszinierend schöne Wesen sind meine Lieblinge in Büchern und sind für mich immer auch interessante Begleiter!
    VLG jenny

    Gefällt mir

  2. Vampire finde ich meistens gut, Elfen, gefährliche Engel nicht die netten und Hexen. Das Interview zum Schluss hat mir jetzt richtig gut gefallen. Interessante Fragen und Antworten. Über den Männerhandel hätte ich gern mehr erfahren *haha*

    Gefällt mir

  3. Morgen,

    vielen Dank für den tollen Beitrag, und das Interview. Dank auch an die Autorin, die sich den Fragen gestellt hat.

    Ich habe da keine besondere Vorliebe. Jedes Wesen finde ich, gut beschrieben faszinierend und ich lasse mich gerne darauf ein.

    Liebe Grüße

    Tanja

    Gefällt mir

  4. Huhu,
    Danke für den tollen Beitrag.
    Das ist ja mal eine schwierige Frage, gerade die verschiedenen Wesen und Welten machen die Abwechslung und das Abtauchen in andere Welten aus.
    Ich mag Elfen, sie sind wunderschön, anmutig, naturverbunden…

    LG Manu

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